Dienstag, 9. September 2014

Jutetaschenupcycling zum Notenrucksack

... ist hier entstanden.

"Mal eben" wollte ich aus einem unserer zahlreichen Jutebeutel
eine Notentasche für das Tochterkind nähen.
Denn in dieser Woche hat sie ihre erste Oboenstunde...

"Mal eben" ist jetzt mal ganz bewusst in Anführungszeichen,
denn schneller wär es wahrscheinlich gewesen,
ein neues Projekt zu starten.

Aber eine Idee kam zur anderen,
einige wurden dann während des Nähens über den Haufen geworfen,
andere wurden während die Nadel noch surrte, 
immer weiter ausgefeilt.

Ich nehm euch einfach mal mit,
damit ihr einen kleinen Einblick in mein Kopfkino erhaltet...

Da war der Anfang,
ein Jutebeutel von einem Lieblings-Urlaubs-Ort...
(die Träger wurden natürlich abgetrennt)

(Die Bilder sind übrigens im Nachhinein am fertigen Rucksack fotografiert,
daher sieht man immer schon alles!)

Eine Reißverschluss-Tasche verdeckt den Aufdruck auf der Rückseite.


Danach habe ich die Trägerenden in Dreiecke eingefasst und am unteren Rand aufgenäht.
Ist etwas frickelig, weil ja die Tasche ja noch komplett ist,
aber bei mir war sie so toll versäubert...
natürlich kann man die Tasche noch auftrennen
und später wieder zunähen...
Bei so einer großen Aufnäh-Tasche lohnt es sich übrigens,
alle 5cm eine Nadel zu stecken.
Ich musste übrigens zwei- oder dreimal
eine Naht wieder auftrennen,
weil ich die untere Stofflage miteingenäht hab.

Dann habe ich die Taschenklappe vorbereitet.
Als Verschlusslösung habe ich mich für einen Knopf und ein genähtes Verschlussband entschieden.

Ein selbstbezogener Knopf bildet den Rest des Verschlusses.


Am oberen Rand der Tasche habe ich den Saum genutzt,
um Ösen für eine Kordel anzubringen.
Leider hab ich nicht beachtet, dass in der Mitte ja die Kordel zugebunden werden soll, dies geschieht bei uns jetzt etwas zur Seite versetzt.



Für die oberen Träger hab ich ein V-förmiges Teil genäht,
unter die Rucksackklappe gesteckt 
und beides zusammen angenäht.


Den Ansatz der oberen Träger sieht man kaum :-) 


 Auf der Vorderseite des Rucksacks sollte eine Plustertasche
(ähnlich der Skippy vom Farbenmix-Adventskalender),
allerdings mit Reißverschluss.
OMG, da hatte ich in meinem Kopfkino einen ganz schön falschen Film laufen,
das fluppte so gar nicht.
Hatte ich doch den RV mittig in das RV-Stück eingesetzt,
musste aber noch alles wieder auf die Hälfte falten... häääääää???

Also hab ich aus der Not eine Tugend gemacht
und die Plustertasche offen gelassen,
stattdessen Knopflöcher und Knöpfe zum Schließen eingearbeitet...

... und das RV-Stück (der "gedachte" Deckel der Plustertasche)
kam einfach unter die Plustertasche auf den Rucksack.
Dort können jetzt Stifte, Geld und anderer "Kleinkram" untergebracht werden.



 Unsere Jutetasche ist nun etwas ganz Besonderes
(wahrscheinlich aber nicht weniger Arbeit als "neu" zu nähen)
aber die ganzen Details...
die Tochter ist ganz vernarrt in die neue Tasche.


Der Taschendeckel klappt sich übrigens an den Seiten automatisch ein
und passt sich der Form des Rucksacks an. 


... und jetzt nehm ich diesen Rucksack mit zu ganz vielen Linkparties
(Kopfkino von Scharly, CreaDienstag, Link your stuff, Meitlisache und ich versuch auch noch mal beim Upcycling-Dienstag mein Glück, auch wenn Nina nur noch monatlich sammelt).


Fazit: Es hat irre viel Spaß gemacht,
dieses Jutebeutel-Upcycing.
Man kann sich gut an dem jeweiligen Aufdruck orientieren,
so ist die Plustertasche z. B. der Form angepasst.
Und eine Idee kommt zur anderen,
Step-by-step.
Dann noch hier ein Aufnäher,
und da noch eine Appli...
man kann sich richtig gut austoben,
probierts mal aus!

Das war übrigens meine zweite umgewandelte Jutetasche,
(mein erstes Jutetäschchen könnt ihr hier sehen-
und ich benutze sie echt oft)
dieses Mal aber völlig Freestyle und gänzlich ohne Inspiration von Außen.

Lieben Gruß von der
Elli

Dienstag, 2. September 2014

Ewig hats gedauert...

bis ich endlich die Schultüte von hier
der endgültigen Bestimmung zuführen konnte...

dafür hab ich einfach den Schnitt der Schultüte
noch einmal aus dem superdupergünstigen Nesselstoff vom Möbelschweden
genäht.

Hust....
wer nachdenkt,
könnte auch mit weniger Stoff auskommen

Selbstverständlich
benötigt man für das Innenkissen
das obere selbstangestückelte Teil des SM nicht ;-),
denn sonst kann man das Band gar nicht schließen...



sieht doch aus wie die Original-Schultüte, oder?

Ist aber jetzt kuschelig weich und liegt als Kissen im Bett.



Und was andere so heute am CreaDienstag und bei Meertje fabrizieren, 
werd ich gleich auch erstmal schauen.
Und weils die Schultüte vom ToKi war,
gehts auch ab zur Meidlisache.

Euch noch einen schönen Tag,
lieben Gruß von der
Elli