Samstag, 4. April 2015

Nähen für den Bauchzwerg: Patchworkdecke

Hallo Ihr Lieben!

Lange habe ich nichts von mir hören lassen,
wer mir folgt, kann erkennen, dass wieder Ferienzeit in NRW ist...

Die erste Woche ist schon um,
ich habe viel geschafft, das werde ich euch
so nach und nach zeigen...

Den Anfang macht eine Krabbeldecke.
Da unsere Familie demnächst wieder größer wird
(nein, nicht wir direkt, wir "haben" fertig -
meine Schwester macht mich wieder zur Tante)
habe ich mich mal wieder dran gesetzt, 
Stoff zu zerschneiden und neu zusammenzusetzen.
(soweit die Definition meiner Kinder zum Thema "Patchwork"):
Als Rückseitenstoff habe ich einen Straßenstoff gefunden...

Ich habe vor etlicher Zeit mal einen Patchworkkurs belegt
und dort Kontakt zum "LogCabin" bekommen.
Dies Muster ist recht einfach zu nähen: 
man beginn mit einem Quadrat - traditionell eine warme Farbe -
sie stellt die Mitte, das Herdfeuer dar.
An einer Seite kommt ein weiteres Stück dazu,
bügeln, bündig schneiden (dank Lineal, Schneidematte und Rollschneider kein Problem).
Dieses Stück wird nun immer weiter in die gleiche Richtung um 90° gedreht
und ein weiterer Stoff angesetzt,
der Einfachheit halber hat man - traditionellerweise gleich breite - Streifen vorgeschnitten. Nach jedem Nähen wird gebügelt und die Ränder begradigt.
Traditionell sind auf der einen (dem Feuer zugewandten) Seite warme,
auf der anderen (dem Feuer abgewandten) Seite kalte Farben (jeweils aus einer Farbfamilie).

Ich liebe diese Geschichten,
viele Patchworkmuster haben einen Bezug zum echten Leben.
Interessant finde ich auch die Amish People.
Sie arbeiten stets absichtlich einen Fehler in einen Patch ein,
da nur Gott vollkommen ist und ergo ein Mensch nichts fehlerloses herstellen vermag.

(ich hoffe, alle Patchworkdetails auch noch 20 Jahre nach dem besagten Kurs
richtig wiedergegeben zu haben...)
Jetzt aber genug mit den Geschichten...

Hier könnt ihr den Aufbau einen Log-Cabin-Blogs nachvollziehen:
begonnen mit dem blauen Quadrat gings rechts daneben mit dem hellgrün weiter.
Nächstes Stück war der hellgrüne Streifen unter dem blauen/grünen Stück,
danach der rosa gepunktete Streifen links etc.
Im Uhrzeigersinn kommt dann immer ein etwas längeres Stück dran.

Meine Krabbeldecke besteht aus 16 Blöcken,
gequiltet habe ich jeweils den Umriss der einzelnen Blöcke
sowie den blauen "Mittel"punkt.

Ich habe hier nicht nur farblich mit den Traditionen gebrochen,
sondern auch was die gleiche Streifenbreite angeht.
Dadurch verschiebt sich der Mittelpunkt ein wenig,
was interessant aussieht.

Zum Schluss wird noch gequiltet (durch alle Lagen gesteppt),
damit sich die Füllung nicht verschiebt und alles an Ort und Stelle bleibt.
Das mach ich gern mit der Maschine,
von Hand hab ich den rosa Randstreifen mit einem versteckten Matratzenstich auf der Rückseite angenäht.
Das Quilten gleicht bei mir immer einem Nahkampf mit meiner Nähmaschine,
da ich ziemlich viel Stoff versuche (auch gerollt ist das noch schwierig)
unter den Arm zu bekommen.
Zwischendurch schreie ich immer wieder laut auf, 
weil ich mich mal wieder an einer Stecknadel gepiekst habe...


So, jetzt wünsch ich euch ein frohes Osterfest!
Lieben Gruß von der
Elli



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